Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte

Manfred Lanz, Pastor und Autor

Nach fast 20 Jahren im geistlichen Dienst war ich am Ende. Ich wurde meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht, weder in meiner Ehe und Familie noch in meinem Dienst im Reich Gottes. Ich “funktionierte” nicht mehr wie bisher, mein Selbstwertgefühl war stark angeschlagen. Mein Herz schrie zu Gott. Gleichzeitig hatte ich Angst vor ihm und ging auf Distanz. Ich sah keinen Ausweg mehr. Dann kam ER. Mitten in tiefster innerer Dunkelheit und Verzweiflung begann er, mir sein Herz zu zeigen. Sein Vaterherz. Seine Liebe zu mir. Es war wie ein Lichtstrahl aus der himmlischen Welt, der mein Herz erreichte. Hoffnung keimte auf. Das war der Beginn einer neuen Entdeckungsreise, einer Reise zum Vaterherzen Gottes. Diese Reise ist noch nicht zu Ende. Ich entdecke immer neue Facetten seines Wesens und seiner Liebe zu mir.
Manfred Lanz, Autor von “Leben in der Liebe des Vaters – Eine Entdeckungsreise zum Vaterherzen Gottes”, Leuchter-Edition, 132 Seiten, gebunden, 9,95 Euro

Marcus Heuser: Vaterliebe Gottes stellt Dienst auf ein neues Fundament

Im Herbst 2001 nahmen meine Frau und ich an der viermonatigen “School of the Heart” der Toronto Airport Christian Fellowship teil. Mit vorne dreißig und 7 Jahren Erfahrung als Vollzeitpastor war ich einer der “Senioren” unter den Schülern.
Ziemlich am Anfang der Schulung gab es eine Lehr- und Gebetswoche “Fatherheart of God” – “Das Vaterherz Gottes”. Ich fand die Lehre gut, aber das Thema ging nicht an mich ran, schließlich hatte ich keinen Vater, der mich geschlagen, angeschrieen oder verlassen hatte. Ich war in einer guten christlichen Familie aufgewachsen, mein Vater war mir immer ein Vorbild in seiner Liebe zu Gott und seiner treue zur Gemeinde. Am letzten Tag dieser Unterrichtswoche lies ich von meinem Kleingruppenleiter für mich beten (Gebet nehme ich immer mit :-) ). Ich hoffte, dass Gott ihm prophetisch etwas über meinen zukünftigen Dienst zeigen würde. Aber er betete nur, dass die Liebe des Vaters mich mehr erfüllen würde usw. usw. Das Gebet entsprach nicht ganz meinen Hoffnungen, aber ich spürte ein wenig der spürbaren Gegenwart Gottes. So legte ich mich hin, um sie weiter wirken zu lassen. Plötzlich fing ich laut an zu schluchzen und zu heulen. Auf dem Teppich links und rechts neben meinem Kopf (ich lag auf dem Rücken) bildeten sich handtellergroße Pfützen. Ein heftiger Schmerz kam in mir hoch, von dem ich nicht wusste, dass er in mir war. Ich weinte bestimmt 20 Minuten, dann kam ein Mitarbeiter und betete, dass der Frieden Gottes mein Herz erfüllt. Ich kam zur Ruhe und fing an Gott anzubeten. Immer wieder betete ich “Father, I Love You – Vater, ich liebe Dich.” Kein sehr anspruchsvolles Gebt für einen ausgebildeten Theologen, aber ich konnte es in einer Tiefe beten, die ich noch nie erlebt hatte.
Wenig später begriff ich, dass mein Vater mir als Kind nicht körperliche Nähe oder lobende Anerkennung geben konnte. Er selbst hatte seinen Vater in der Kindheit und den frühen Teenagerjahren nicht erlebt, da der im Krieg und später in russischer Kriegsgefangenschaft war, aus der er als gebrochener Mann nachhause kam. Wie gut, dass Gott kurz vor seinem Rentenantritt mit meinem Vater auch seine Geschichte machte, so dass wir uns heute herzlich in den Arm nehmen können und ein wundervolles Vertrauensverhältnis haben.
Ich selbst erlebte die Veränderung nicht nur in der Anbetung des himmlischen Vaters, sondern auch in einem entspannteren Verhältnis zu Autoritätspersonen, dass in der Zeit nach dieser “Toronto-Erfahrung” immer besser wurde. Gott nahm mich weiter nach dieser Erfahrung in einen Prozess, der mir zeigte, dass seine Annahme nicht vom Status meines geistlichen Dienstes abhängt. Heute bringe ich in Lehre und Seminaren immer wieder ein, was Gott mir dort in Toronto geschenkt hat. Gott ist ein Vater, der wirklich von Herzen liebt.
Kontakt: Marcus.Heuser@czw-online.de

Ihre Erfahrungen

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